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Das
kleine MQ - Wacken-Special
DEATH ANGEL
Als Death Angel 1982 gegründet
wurde, sorgte die Band für einiges Aufsehen. Allerdings anfangs
nicht wegen ihrer Musik, sondern eher wegen des Alters der Musiker
und wegen ihrer Beziehung zueinander. Die Fünf waren nämlich
nicht nur gerade mal zwischen 12 und vierzehn Jahren alt, sie waren
auch noch alle miteinander verwandt, Cousins, um's genauer zu sagen.
Diese Jungspunde machten außerdem jede Menge Lärm,
allerdings nicht, wie der Name vermuten ließe, dumpfes
Gedresche an der Schmerzgrenze, sondern Thrash von einer Güte,
die erkennen ließ, dass sie trotz ihrer Jugend schon ein
profundes Verständnis von Musik hatten und technisch erheblich
weiter entwickelt waren als manch 'erwachsene' Band. Ein Gig im
Vorprogramm von Metallica machte deren Gitarristen Kirk Hammett auf
Death Angel aufmerksam, der prompt 1985 das zweite Death Angel-Demo
produzierte. Danach schien die Zukunft rosig für die
Filipino-Cousins aus der Bay Area: Alben wie „The Ultra-Violence“
oder „Frolic Through The Park“ verkauften sich prächtig, die
Kritiker überschlugen sich in ihren Lobeshymnen, ihre Tourneen
führten sie nach Japan, Europa, Australien. - der große
weltweite Durchbruch schien zum Greifen nah. Doch daraus wurde
nichts, statt dessen schlug zunächst das Schicksal zu. 1990
verunglückte die Band mit dem Tourbus so schwer, dass vor allem
Drummer Andy über Monate hinweg im Krankenhaus bleiben und sich
einer Reihe von Operationen unterziehen musste. Wer das amerikanische
Gesundheitssystem kennt, der ahnt, was das bedeutete: die Pleite war
unausweichlich, am Ende war die finanzielle Situation der Band und
Familie so verzweifelt, dass Metallica und eine Reihe anderer Bands
einsprangen und ein Benefizkonzert für sie spielten. Als dann
noch 1991 Sänger Mark Oseguda zuerst heiratete und dann
zurück
in die Schule ging, war's um Death Angel, die sich zu der Zeit
bereits The Organisation nannten, geschehen. Die Band löste sich
sang- und klanglos auf. Doch jetzt ist sie wieder da, mit einem
brandneuen Album, fast in alter Besetzung – Gitarrist Gus Pepa will
nicht mehr mucken, statt seiner spielt Ted Aguilar die zweite Gitarre
- und besser denn je zuvor. Der Grund für die Reunion war
übrigens ein Benefizkonzert für den schwer erkrankten
Musikerfreund Chuck Billy, das so gut verlaufen war, dass die Band
sich entschloss einfach weiter zu machen. Das Album trägt den
Titel „The Art Of Dying“, wird von Nuclear Blast veröffentlicht
und gibt einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf das, was uns live
bevorsteht.
Wann: Samstag, 7.
August
Wo: True Metal Stage
Zeit: 12:35 Uhr bis 13:20 Uhr
Death Angel im Internet
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Wacken-Forum: Diskutiert das Programm, die Bands, Fragen zur
Anreise, Abreise, zum Festival.......
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