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Der, ein gebürtiger
Ägypter, hatte einst auch seine Laufbahn im
Entertainment-Business begonnen, allerdings nicht als Sänger
und Rapper, sondern als Türsteher in einem eher zwielichtigen
Nachtclub im Londoner Amüsierviertel Soho. Damals
hieß er noch Mustafa Kamel Mustafa. Von Soho aus
hatte es ihn dann nach Afghanistan verschlagen, wo er beide
Hände verlor und auf einem Auge erblindete, angeblich beim
Minenräumen für die Mujaheddin (Glaubenskrieger).
Zurück in London begann er seine Laufbahn
als extrem-radikaler Prediger Abu Hamza al-Masri, die ihn bald weit
über London hinaus berühmt und berüchtigt
machte, auch weil er unverhüllt für Al Kaida
rekrutierte und als Statthalter Bin Ladens zum bedingungslosen Kampf
gegen den dekadenten Westen und zum Mord an Ungläubigen
aufrief. So lauten zumindest die Vorwürfe, die
schließlich zu seiner Verhaftung und Anfang diesen Jahres zu
seiner Verurteilung zu sieben Jahren Haft führten.
Bei einer Durchsuchung seiner Londoner Finsbury Park-Moschee hatte
Scotland Yard nicht nur Videos mit seinen radikalen Predigten
beschlagnahmt, sondern auch Waffen, Sprengstoff und falsche
Pässe. Nach Ablauf seiner Haftzeit muss Abu Hamza
außerdem befürchten, postwendend in die USA
abgeschoben zu werden; ein Auslieferungsantrag liegt der britischen
Justiz bereits vor. Die USA werfen ihm unter anderem vor, er habe
versucht im US-Bundesstaat Oregon ein Trainingscamp für
islamistische Terroristen aufzubauen.
Um Mohammed Kamel richtig aus der Schule plaudern
zu lassen, hatte sich die Sun für ihre Story ein
hinterlistiges kleines Täuschungsmanöver ausgedacht.
Sun-Reporter hatten ein kleines Tonstudio aufgebaut, sich als
Produzenten und Labelmanager ausgegeben und ihn dann dorthin
eingeladen. Im Gespräch mit den angeblichen
Plattenfirmen-Vertretern habe er dann seine Strategie und seine
Pläne zum Besten gegeben, schreibt die Zeitung. Er habe sechs
Monate lang hart gearbeitet, um sich mit Studiotechnologie so vertraut
zu machen, dass er nun in der Lage sei, seine Raps von Anfang bis Ende
selbst zu produzieren. Außerdem sei er in der Lage drei
Märkte zu bedienen, Asien, Europa und den Nahen Osten. Er
könne in Türkisch, Arabisch und Englisch rappen. Mit
anderen Worten, er sei das wohl größte Ding in der
Rapwelt seit Erfindung des Schüttelreims. Außerdem
habe er bei seinen Auftritten jede Menge Merchandise-Artikel verkauft.