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Muhammad ShahrurDer islamische Martin Luther Der
syrische Denker Muhammad Shahrur ist angetreten, den Islam vom Ballast
verkrusteter kultureller und pseudo-religiöser Traditionen zu befreien
und ihn fit für die Gegenwart zu machen. Seine Bedeutung für die
zeitgenössische islamische Welt wird inzwischen mit der von Martin
Luther für das Christentum verglichen. In manchen arabischen Staaten
sind seine Bücher schlicht verboten und werden nur unter der Ladentheke
gehandelt. Im bevölkerungsreichsten muslimischen Land Indonesien
hingegen werden sie in den Universitäten diskutiert. Auch unter
europäischen Muslimen gewinnt er zunehmend neue Anhänger. Und Feinde.
Denn seine Positionen machen ihn vielerorts äußerst unbeliebt, vor
allem in der traditionellen Geistlichkeit und, mehr noch, unter
radikalen Islamisten. Der Martin Luther des Islam und seine Entourage sind im Deansgate-Hilton untergekommen, eine fünfzigstöckige, postmoderne Glas- und Stahl-Scheußlichkeit am Rande der Innenstadt von Manchester. Der Besuch in Manchester ist nicht zufällig, denn hier lebt und lehrt der renommierte deutsche Islamwissenschaftler Andreas Christmann, der Shahrurs jüngstes Buch „The Qur'an, Morality and Critical Reason: The Essential Muhammad Shahrur“ bearbeitet und ins Englische übersetzt hat. Über das Buch und die darin vertretenen Thesen hat er am Morgen im Rahmen der BRISMES-Konferenz mit Nahostwissenschaftlern aus der ganzen Welt diskutiert. Nun sitzt der streitbare syrische Doktor der Ingenieurswissenschaften in einem der Konferenzsäle des Hotels und redet weiter über Gott, den Koran und den Propheten. Was er zu sagen hat, stiftet seit Jahren Unruhe in der islamischen Welt. weiter the piercesBittersüße Ironie und ein Hauch von Vamp Auch ätzender Sarkasmus kann wunderschön sein. Mit „Boring“, ihrer so stilvollen wie bittersüß-ironischen Ode auf die Langeweile, sorgen die Schwestern Pierce derzeit für einigen Aufruhr. Es ist vor allem dieses eine Video, das die beiden Schwestern aus dem tiefsten Süden der USA zunächst zu einem YouTube-Hit und dann zu einem europäischen Popereignis gemacht hat. Ganz Femme Fatale und Hollywood Glam-Vamp, räkeln sie sich in lasziven Posen vor der Kamera, erinnern dabei an wilde Sechziger und die Dietrich, die Monroe oder die Garbo, und hauchen die Namen von Edeldesignern, gefolgt von einem gelangweilten „boring“. Kokain? Langweilig! Gucci? Langweilig!! Paris? Langweilig!!! Und dann die beinahe resignierte Klage. „Uns kann einfach nichts mehr begeistern.“ weiter .... Rocket
Man Steve Die Zukunft des Weltraumtourismus 1.12.2006, Hyde, Cheshire. Die Zukunft der kommerziellen britischen Raumfahrt haust in einem trostlosen Industrieviertel am Rande von Greater Manchester. Wellblech-Lagerhallen, Backstein-Fabrikbauten und halb leere Parkplätze bestimmen das Bild. Aus dem Tor einer der Lagerhallen lugt die Spitze einer Rakete hervor und kennzeichnet so eindeutig das britische Hauptquartier von Starchaser Ltd., der Firma von Rocket-Man Steve Bennett. Der lädt dann in sein kaltes Büro und bietet zunächst einmal, ganz britischer Gentleman und perfekter Gastgeber, eine Tasse Tee an. Die prächtig tätowierten muskulösen Arme lassen allerdings eher auf Biker denn auf Gentleman schließen. Wie auch das schwere japanische Motorrad, das unten in der Halle zwischen Raketen-Triebwerken abgestellt ist. Das nachfolgende Interview eröffnet einen faszinierenden Ausblick in eine Zukunft, die beinahe schon Gegenwart ist....weiter Iran und die USA ein schwieriges Verhältnis Auszüge
aus einem Interview mit Prof. Dr. Ervand Abrahamian vom Baruch
Institut der Columbia University of New York. Das Interview wurde im
Januar 2007 telefonisch geführt.Seitdem sind britische
Nahostexperten zu der Auffassung gekommen, dass ein Auseinanderbrechen
des Irak, und damit ein totaler Bügerkrieg, kaum noch zu
verhindern ist (Chatham House, Middle East Programme Briefing Paper MEP
BP 07/02, 'Accepting Realities in Iraq'). Dier USA und Iran reden
inzwischen miteinander. Irgendwie. Zugleich aber droht der
amerikanische Unobotschafter John Bolton im Interview mit der BBC
(17.5.2007, BBC1, Today-Programme) dem Iran mit schweren
Militärschlägen.
Frage: Herr Dr. Abrahamian, hat Iran Interesse an einer Verschlechterung der Lage in Irak?
Melanie
CSporty rockt los Als Sporty Spice hüpfte sie im Trainingsanzug über die Bühne, hatte Teil an einer durchaus ansehnlichen Girlband-Weltkarriere und diente – zumindest auf den britischen Inseln – für Jahre als Jagdobjekt für Heerscharen von Paparazzi im Wettrennen nach dem nächsten Goldenen Schuss. Sie war das burschikose Spice Girl, das fitte und sportliche, der perfekte Kontrapunkt zur elegant-aufgemotzten Victoria Posh Spice, heutige Beckham. So weit, so bekannt. Schon weniger bekannt ist, dass sie außerdem für eine ganze Reihe der Spice Girls-Hits die kompositorische Mitverantwortung trägt. In der Tat, Melanie Chisholm hat in ihrer immer noch recht jungen Karriere bereits einen britischen Rekord gebrochen: Zum heutigen Tage ist sie die Frau mit den meisten selbst geschriebenen Hits in der Insel-Popgeschichte. Was sie selbst erstaunt. hier geht's weiter.... JIM MARSHALLDer Drummer, der die Gitarristen das Rocken lehrte Jim Marshall ist eigentlich kein Mann für Autogramme. Im Moment allerdings gibt er gerne welche. Wegen dem Doktor vor dem Jim. „Ist schon ein Ding“, sagt er, „ich bin in meinem Leben nie zur Schule gegangen, und jetzt bin ich trotzdem ein Doktor.“ Der Doktor ist ehrenhalber, vom College Of Music einer renommierten amerikanischen Universität verliehen. Nach dem Marshall schreibt er noch OBE und deutet dann extra mit dem Finger drauf: „Einen OBE habe ich jetzt auch, Anfang des Jahres verliehen bekommen. Von der Königin!“ OBE steht für „Order of the British Empire“. Das existiert zwar eigentlich gar nicht mehr, der Orden ist aber trotzdem immer noch eine der höchsten Auszeichnungen, die das Inselreich zu vergeben hat. Kein Wunder, dass Jim Marshall strahlt wie ein Lausebengel, dem das Honigkuchenpferd von Nachbarins Fensterbrett direkt in den Mund gefallen ist. In diesem Augenblick sieht er keinen Tag älter aus als höchstens jungenhafte 61. Aber denkste, 81 Jahre hat er mittlerweile auf dem Buckel. Und was für Jahre das sind! mehr.... AMPLIFIER Die
Band hat keinen
Masterplan, keine Marketingstrategie, nicht einmal den unbedingten
Wunsch Karriere um jeden Preis zu machen. Die Drei wollen einfach nur
gute Musik schreiben, den eigenen Ansprüchen gerecht werden
und
bei all dem auch noch ein bisschen Spaß haben. Das alles
allerdings konsequent und mit höchstem Einsatz. Der Rest, so
ihre Überzeugung, wird schon irgendwie werden. Die
Überzeugung
dürfte sich kaum als irrig erweisen; das Debütalbum,
das in
Deutschland iam 10. Mai erschienen ist, lässt den
Verdacht zur Gewissheit werden, dass mit Amplifier eine Band in den
Startlöchern steht, die viel zu gut für einen Hype
ist und
viel zu viel Substanz hat, um schnell wieder in der Versenkung zu
verschwinden. Die britische Rockmusik knüpft endlich wieder an
ihre großartige Vergangenheit an! Höchste Zeit also,
ein wenig mehr
herauszufinden über das Trio aus Manchester, das im Sommer
auch einer
der Höhepunkte der diesjährigen Southside- und
Hurricane-Festivals sein
wird. Edgar Klüsener unternahm einen Ausflug in eine Grotte
unterhalb
eines belebten Bahnhofs in Manchester und fand drei
gesprächige junge
Burschen.
Sein Bericht ist lesenswert....THE DARKNESS Das Quartett ist die Speerspitze eines erstaunlichen Revivals der britischen Rockmusik, das neben ihnen schon die Altväter der Heavy Metal-Revolution der späten Siebziger Iron Maiden an die Spitze der Charts zurück gespült hatte und das von Dutzenden taufrischer und ideenreicher junger Bands wie Amplifier oder The Music mit getragen wird. Die neue Welle des britischen harten Rocks ist gerade erst ins Rollen geraten, so scheint es.| The Darkness sind darüber sicher nicht traurig. Vor kaum sechs Monaten war die Band noch ein kleiner Indie-Act, der das Debütalbum aus eigener Tasche finanziert hatte, heute sind sie schon Superstars, kreischende Teenager am Bühnenausgang inbegriffen. Mehr........ MUSE
-Urbritisch, aber nicht britisch Februar 2001: Die drei Jungs sind müde. Es ist früher Mittag, letzte Nacht haben sie ein Konzert gespielt und anschließend ein bisschen gefeiert. Das schlaucht. Trotzdem sind sie hoch konzentriert und mehr als bereit, über ihr neues Album zu sprechen. Kostproben davon haben sie in der vergangenen Nacht zum Besten gegeben, neue Songs, die vor allem eins gemeinsam hatten: sie waren heavy. Aber nicht typisch für das neue Album, sagt Matt Bellamy. Denn da gäbe es noch eine andere Seite, und die sei eher mellow, mit Piano, Orgel, schönen Harmonien und so. Das Album ist noch nicht fix und fertig im Kasten, das Konzert im Londoner Sound war lediglich eine kurze – und der Band durchaus willkommene – Unterbrechung des Studio-Alltags. Die Messlatte für das zweite Album des Trios aus dem Badeort Teignmouth an der Küste von Devon liegt hoch, denn das Debüt „Showbiz“ hat weltweit für einiges Aufsehen gesorgt. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, es kein typisch-britisches Gitarrenpop-Album ist. Weiter .... Elbow Nachspielen lohnt nicht Ehrlich
sind sie ja. „Früher haben wir zwei Arten von Musik
geschrieben. Einmal
das, was wir immer noch machen, dann aber auch Songs, die uns einen
Plattenvertrag bringen sollten. Nur haben die uns keinen Plattenvertrag
eingebracht, sondern lediglich vage Versprechungen von diversen Firmen.
Also haben wir uns irgendwann entschlossen, überhaupt nicht
mehr auf
den Markt zu schielen, sondern konsequent nur noch unseren eigenen
musikalischen Weg zu verfolgen.“ Um diese Absicht auch nach
außen hin
zu dokumentieren, hat sich die Band dann gleich noch unbenannt, aus
Soft, vor rund zehn Jahren in Manchester gegründet, wurde
Elbow. Hier
geht's zum
Interview (mit O-Ton!!!) THE STROKES Keine Zeit für Bescheidenheit In
England, wo
die
verzweifelte Suche nach dem nächsten großen Ding
längst zur Routine
erstarrt ist und meistens zu eher dubiosen Ergebnissen führt,
sind die
Musik-Medien wieder einmal fündig geworden. Die neuen
Heilsbringer
kommen laut New Musical Express oder Q Magazine aus New York,
heißen
The Strokes und sind natürlich - Rock wird
schließlich erst seit gut
dreißig Jahren totgesagt – eine Rockband. Und es
scheint, als hätten
die Briten ausnahmsweise mal einen Volltreffer gelandet. Auch in
Deutschland jubeln die Medien mittlerweile, als sei ein neuer
Rock-Messias gefunden. Und das Debütalbum ist gleich hoch in
die Charts
eingestiegen. Grund genug, die Band mal ein wenig unter die Lupe zu
nehmen. MuzikQuest
traf die
Band in
Sheffield und sprach mit Bassist Nikola.i Fraiture.
hier geht's zum Interview HAVEN Jungspunde mit Attitude ![]() Das Debütalbum produziert vom Smiths-Gitarristen Johnny Marr, gemanaged vom früheren Smiths-Manager Joe Moss - traumhafte Startbedingungen für eine junge Band. Sollte man meinen. „Stimmt nur eingeschränkt“, sehen's Gary Briggs und Nat Wason ein klein wenig anders. „Diese Kombination erlaubt nur dann einen traumhaften Start, wenn man auch in der Lage ist, erstklassige Songs zu schreiben und ein eigenes Profil zu entwickeln.“ Briggs und Mason sind Sänger und Gitarrist von Haven. Das Quartett - außer den beiden sind noch Bassist Iwan Gronow und Schlagzeuger Jack Mitchell mit im Bunde - hat gerade sein Debütalbum „Between The Senses“ veröffentlicht und gilt schon als kommende Größe. Nicht, weil Johnny Marr das Album produziert hat, auch nicht, weil ihr Manager Joe Moss heißt, wohl aber, weil die Band großartige Songs schreibt, Gary Briggs ein begabter Sänger und Texter ist und weil alle Vier trotz iher Jugend schon genau zu wissen scheinen, was sie wollen und vor allem wie sie es wollen. Weiter........ |