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BETZEFER


Down Low


Roadrunner

BetzeferMit seinem dritten Album „Elektrizitätswerk“ legt das deutsch-amerikanische Projekt um die beiden Gründer Leonardo von Leibnitz und Yluko ein ausgereiftes Werk vor, das sich jeder voreiligen Kategorisierung mit beachtlichem Starrsinn entzieht. Die Band arbeitet mit allen Tricks, Haken und Ösen. Hypnotisch stampfende Maschinenbeats wechseln mit filigranen Melodiestrukturen, orientalisch anmutende Gesänge mit treibenden E-Rhythmen und klassischen Düster-Vocals. Wie die Labelkumpels von nCor haben auch Yluko jetzt endgültig eine Gitarre in ihren Sound eingebaut, setzen diese aber um einiges subtiler ein. Die Stimmungen, die Y-luk-o erzeugen, schwanken zwischen düster-depressiv, leichtfertig verspielt und schwer atmosphärisch. Tracks wie das paranoide 'A View into the Corner' haben eine verwirrende Eindringlichkeit, die an Munchs 'Der Schrei' erinnert. Direkt anschließend dann ein kleiner Delta-Blues, Dixieland und ein Hauch von verzerrtem Louis Armstrong („The Singing Bard“). Mit „Elektrizitätswerk“ liefern Y-Luk-O ein höchst ambitioniertes und vielkschichtiges Album ab. Die Ambitionen sind gerechtfertigt, denn die Band agiert virtuos im Spannungsfeld zwischen Industrial, Düster-Pop, Electro und Scary Movie-Soundtracks und liefert Kompositionen, die zugleich unter die Haut und ins Hirn gehen. Das dritte Album ist einer klassischen Music Biz- Theorie zufolge das Album, das entscheidet, ob eine Band den Durchbruch dauerhaft schafft oder nicht. Y-luk-O brauchen sich da keine Sorgen zu machen.

© 2005 MuzikQuest/ Edgar Klüsener



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