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Mit
seinem dritten Album „Elektrizitätswerk“
legt das
deutsch-amerikanische Projekt um die beiden Gründer Leonardo
von
Leibnitz und Yluko ein ausgereiftes Werk vor, das sich jeder voreiligen
Kategorisierung mit beachtlichem Starrsinn entzieht. Die Band arbeitet
mit allen Tricks, Haken und Ösen. Hypnotisch stampfende
Maschinenbeats wechseln mit filigranen Melodiestrukturen, orientalisch
anmutende Gesänge mit treibenden E-Rhythmen und klassischen
Düster-Vocals. Wie die Labelkumpels von nCor haben auch Yluko
jetzt endgültig eine Gitarre in ihren Sound eingebaut, setzen
diese aber um einiges subtiler ein. Die Stimmungen, die Y-luk-o
erzeugen, schwanken zwischen düster-depressiv, leichtfertig
verspielt und schwer atmosphärisch. Tracks wie das paranoide
'A
View into the Corner' haben eine verwirrende Eindringlichkeit, die an
Munchs 'Der Schrei' erinnert. Direkt anschließend dann ein
kleiner Delta-Blues, Dixieland und ein Hauch von verzerrtem Louis
Armstrong („The Singing Bard“). Mit
„Elektrizitätswerk“ liefern Y-Luk-O ein
höchst
ambitioniertes und vielkschichtiges Album ab. Die Ambitionen sind
gerechtfertigt, denn die Band agiert virtuos im Spannungsfeld zwischen
Industrial, Düster-Pop, Electro und Scary Movie-Soundtracks
und
liefert Kompositionen, die zugleich unter die Haut und ins Hirn gehen.
Das dritte Album ist einer klassischen Music Biz- Theorie zufolge das
Album, das entscheidet, ob eine Band den Durchbruch dauerhaft schafft
oder nicht. Y-luk-O brauchen sich da keine Sorgen zu machen.