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And You Will Know Us By
The Trail Of Dead Worlds Apart Universal Hoch
gehandelt und keineswegs tief gefallen. Vielleicht nicht gerade die
Ausnahme im Musikgeschäft aber dennoch kein alltägliches
Beispiel. Trail Of Dead schaffen das spielend mit ihrem zweieinhalbten
Album Worlds Apart auf dem Majorlabel Universal. 1998 gehen Neil Busch,
Conrad Keely, Jason Reece und Kevin Allen ins Studio und nehmen ihr
erstes selbst betiteltes Album auf. Das Ergebnis einer eher nicht
stattfindenden Produktion ist ein technisch mangelhaftes Werk, das aber
schon die Qualitäten der Musiker erahnen läßt. Das
zweite Album Madonna (2000) bringt schon mehr Interessierte auf den
Plan, verschafft dem Undergroundgeheimtipp jedoch noch nicht den
gewünschten Durchbruch. Der gelingt den Texanern endlich - aller
guten Dinge sind drei - im Frühjahr 2002 mit dem
mitreißenden Source Tags & Codes. Songs voller
energiegeladener Gitarrenmusik zum Wall Of Sounds anwachsend. Ein Jahr
darauf folgt das Zwischenwerk The Secret Of Elena’s Tomb, fast
eine mythische Einführung in das nun folgende Epos Worlds Apart.
Wagnerianische Götterdämmerung im Reich der Mayas. Ein
Tornado schwelgerisch vorgetragener Songs. Fortsetzung des
Psychedelic-Sounds, der in seinen ruhigeren Phasen an die
großartigen Virtuosen der Endsechziger-Band Spirit mit dem
genialen, viel zu früh verstorbenen Randy California erinnert.
Eine Gratwanderung zwischen Emo-Punk und Westcoast-Rock auf
verschlungenen Dschungelpfaden, dem musikalischen Höhepunkt
zustrebend. Dazwischen mal eine Phase, die das Luft holen gestattet, um
dann gleich wieder atemberaubend neue Gefilde zu erobern, und die
dampfende Rock’n’Roll-Energie zum Greifen nah werden
läßt. Schattenwesen tauchen aus den Tiefen H.P.
Lovecraft’scher Phantasien auf, um im gleichen Moment
kristalliner Klarheit Platz zu machen. Dazwischen immer wieder
raffinierte Arrangements im Wechselspiel krachender Gitarren und
orchestraler Erhabenheit. Nicht zu vergessen sei das einfalls- und
aufschlussreiche Artwork des Covers, das mehr oder weniger
verschlüsselte Hinweise auf den Background der musikalischen Ideen
der Protagonisten liefert. Eine komplexe Gruppe, der soviel
künstlerisches Potential zur Verfügung steht, wird es nicht
verhindern können oder auch wollen, über kurz oder lang zur
Kultband zu avancieren, was ja auch nicht unbedingt zum Nachteil
gereichen muss. © 2005 Andreas Probst/ MuzikQuest |
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