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STARSAILOR
FEVER
Chrysalis
Tremolierende Orgeln, wehleidig-melodramatischer
Gesang und Harmonien,
die sich gnadenlos im Ohr festsetzen, hier ein bisschen Doors, da ein
Hauch von Pink Floyd - Starsailor braut eine musikalische Mixtur, die
süchtig machen kann. Auf den britischen Inseln zeigt die Droge bereits
Wirkung, das Starsailor-Fieber grassiert und nimmt allmählich
epidemische Ausmaße an. Und das alles, obwohl die Band bislang nicht
einmal ein Album draußen hat. Aber schon die drei Songs der EP haben's
in sich. „Coming Down“ erinnert mit seinem langsam treibenden
Schlagzeug und seinen Orgel-Passagen ein wenig an „Riders On The Storm“
von den Doors, der Gesang allerdings ist ganz eindeutig Starsailor, ein
wenig melancholisch, ein wenig an den Nerven zerrend. Das Titelstück
„Fever“ ist ein beinahe poetisches Szenario, quirliger, die Orgel
drängend, fast rockend, die Melodie bleibt hängen, lässt sich nur
schwer wieder aus dem Ohr treiben. Und schließlich „Love Is Here“, eine
schwermütige Pop-Ballade für Liebeskranke mit brausender
Hammond-Orgel. An Starsailor kann man sich schnell gewöhnen. Zu
schnell, die Musik sollte rezeptpflichtig werden.
2001 MuzikQuest/Edgar
Klüsener
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