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PJ HARVEY
Uh Uh Her
Island/Universal
Erstaunlich
genug, dass es PJ Harvey mit ihrem fünften regulären Album seit dem
1992er Debüt Dry geschafft hat, eine immer weiter wachsende Fangruppe
zu erreichen. Entzieht sich doch die Schamanin des Rock mit ihrer
außergewöhnlichen Kreativität jedem Kategorisierungsversuch. Der eher
experimentelle Sound fernab aller kommerziellen Ansprüche läßt sich in
kein Schema pressen und scheint eher auf intellektuelle Zirkel zu
zielen. Ähnlich ihrem Vorbild Captain Beefheart sind der
Hobby-Bildhauerin Leben und Kunst dasselbe. Bestätigung findet die
Engländerin nicht nur als sie der Rolling Stone schon 1992 zur besten
Sängerin und Songschreiberin des Jahres kürt, sondern auch mit ihrem
Zweitwerk Rid Of Me (1993), das zu diversen Musikpreisen und
Grammy-Nominierungen verhilft. Eine Liaison mit Bad Seed Nick Cave
findet 1996 mit dem Duett „Henry Lee“ auf den Murder Ballads seinen
musikalischen Höhepunkt. Waren auf dem letzten Album Stories From The
City, Stories From The Sea (2000) neben Bad Seed Gitarrist Nick Harvey
noch Unterstützung von Radiohead Thom Yorke hilfreich, setzt PJH nun
auf Alleingang bei der Instrumentierung. Klangvolle Namen wie Elvis
Costello, Howe Gelb oder again Thom Yorke finden sich nur noch in der
Thanks To Rubrik. So wird Uh Huh Her zum genialen Lo Fi-Streich
zwischen brachialen Gitarrenakkorden und ruhigeren Folk angehauchten
Songs, ab und an von instrumentalen Interludes aufgelockert. Insgesamt
sicher die homogenste Produktion einer Musikerin, die sich an den
simplen Formen des Rhythm & Blues und Rock`n`Roll begeistert und in
ihre Kompositionen visuelle Metaphern und autobiographische Kürzel
verarbeitet.
PJ Harvey
Discographie:
2000:
Stories From The City, Stories From The Sea
1998:
Is This Desire?
1995:
To Bring You My Love
1993:
Rid Of Me
1992:
Dry
© 2004 Andreas Probst/
MuzikQuest
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