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Mit
„Tiefenrausch“ hatte nCor 2002
ein Debütalbum hingelegt, das das - inzwischen zum Quartett
erwachsene - Trio ganz schnell zu einem der interessantesten
deutschen Acts des Jahres machte. Ein Status, den sie live noch
untermauern konnten. Doch dann wurde es erstmal wieder ruhiger. Live
war nCor zwar weiterhin sehr aktiv, im Studio aber tat sich nicht
viel. So schien es zumindest. Hinter den Kulissen war's allerdings
alles andere als ruhig. Die Band trennte sich von ihrer Plattenfirma,
suchte eine neue und fand die schließlich in Final Dusk. Und
Final Dusk ist denn auch das Label, das das lange überfällige
zweite Werk veröffentlicht. Das fordert im Titel ganz
unverhohlen „Nimm Mich“
und überrascht zunächst mal
gehörig mit einer fetten Bratgitarre. Die verleiht Stücken
wie 'Kein Licht' eine Eindringlichkeit und Schärfe und
gleichzeitige Verspieltheit, die zum Drücken der Wiederholtaste
nahezu zwingt. In Sachen Songwriting haben nCor, oder vielmehr
Mastermind Sebastian,
überhaupt erheblich zugelegt. 'Nimm Mich'
besticht daher auch durch seine Vielfältigkeit, die fein
austarierten Stimmungen und Klangfarben auf der einen und die fetten
Beats und harschen Riffs auf der anderen Seite. Dazu noch wohl
überlegte deutsche Texte und ein Frontmann, der diese auch
umzusetzen weiß – fertig ist eine der seltenen
überdurchschnittlichen Veröffentlichungen dieses
Frühlings,
die das Zeug zum Dauerbrenner hat.