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HUGO
RACE & TRUE SPIRIT
The Goldstreet Sessions
Glitterhouse
Mit den Goldstreet
Sessions gelingt Hugo Race
und seinen True Spirits ein weiteres Jahrzehntalbum. Nach der rückwärts
chronologisch ausgeleuchteten Werkschau Long Time Ago aus dem Jahr 2001
setzt der Australier seinen Weg zwischen Dub–Blues und Sound Research
& Development eindrucksvoll fort. Wieder u.a. mit vom
klaustrophobischen Trip zwischen „LSD is Dead“ und „Ramacca“ seine
alten Weggefährten Bryan Colechin (bass), Ralf Droge (keyboards) und
Chris Hughes (drums). Eine musikalische Reise durch die Galaxien des
unheimlich Unerwarteten. Einmal mehr eine Möglichkeit diesem Pionier
des Psycho–Trance Blues die ihm ohne Zweifel gebührende Aufmerksamkeit
zu schenken. Plätze an denen sich Fantasie und Realität begegnen sind
schon immer ein Felsen in der Brandung gegen musikalisches
Philistertum. Kein Platz für Pharisäer an der Sache. Nur True
Spirit zählt. Kaum einer lebt das mehr als Hugo Race auf seinen
Wanderungen zwischen Melbourne, Berlin und Bologna. Durch und durch
intensiv, dunkel aber offen und immer äußerst experimentierfreudig.
Introspektive Songs tauchen genauso aus dem Abgrund wie
expressionistische Energieentladungen. Das Urthema des Blues
hintergründig betrachtet, kontinuierlich zu Spurenelementen reduziert.
Das alles mit der Fähigkeit jeden Werdegang, jeden Schritt der
Reflexion als aus der Natur der Sache entwachsen darzustellen.
Mit diversen Besetzungen unter differenten Projektnamen bewegt sich
Hugo Race zwischen Tradition und Moderne, balanciert Mechanik mit
Elektronik und tauscht Konstruktion gegen Zwanglosigkeit. Songtorsi
taumeln im Rausch der Klänge um gerade noch amorphem Stadium entronnen
wieder Form und Gestalt anzunehmen. Den Strudel des Malstrom
künstlerisch umschifft gelangen wir endlich in den sicheren Hafen des
Eilandes – zum Ausgangspunkt zurückgekehrt, und erwachen aus einem
Traum der die unzähligen Facetten des Blues als Erinnerung hinterläßt.
© 2003 MuzikQuest/ Andreas Probst
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