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Zwei Protagonisten
drücken der Band, deren Name nun schon seit geraumer Zeit auch bei
uns
die Runde macht, ihren Stempel auf. Das Brainchild von Glassjaw,
Lead-Vocalist Darryl Palumbo und Producer Dan The Automator Nakamura
bilden das musikalische Skelett von Head Automatica, die für eine
höchst eigenständige Form moderner Rockmusic stehen. Steht
Palumbo eher
für New Yorker Hardcore, hat sich sein Pendant Nakamura einerseits
als
ein Teil von Damon Albarns Gorillaz–Projekt, und zum anderen als
genialer Producer legendärer Bands wie u.a. Cornershop, Jon
Spencer
Blues-Explosion oder Eels einen Namen gemacht.
So klingen denn auch Head Automatica nicht wie Glassjaw und sind Soundlichtjahre von deren HighSpeed-Punkrock entfernt. Auf Decadence krachen Melodien und verhältnismäßig klare Sounds bestimmen das Bild; da wird es sogar funky mit einigen Elektronikeinläufen und Palumbos Vocals brillieren mit glanzvoller Transparenz und einer unverwechselbaren Stimme. Er selbst bezeichnet Decadence nicht zu Unrecht als „dunkel und futuristisch, mit einem Hauch Garage und Dance angereichert“, was schon der Opener „At The Speed Of A Yellow Bullet“ nachdrücklich unterstreicht, und im Restprogramm seinen temporeichen Verlauf nimmt. Absolut dancefloortaugliche Songs mit Reminiszenzen an Sixties-Punk und einer Melange aus mit dezenten Elektroniktönen unterlegtem 80‘s Pop und gelegentlich eingestreuten HipHop-Beats ziehen sich wie ein roter Faden durch ein Album modernster Interpretationen des gängigen Rockbegriffs.
Mit Decadence schaffen Palumbo und Nakamura ein Album geprägt von kreativer Eigenständigkeit und frei jeglichem durchkonstruierten Formalrocks, das Head Automatica auch als Liveband neue Wege eröffnet. Diese wird dann auch aktuell für anstehende Konzerte durch Jim Greer (keyboards), Josh Holden (bass) sowie den beiden Gitarristen Craig Bonich und Brandon Arnovick ergänzt.
© 2005 MuzikQuest/ andreas probst