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Special Tip Juli
Backkatalog:

ERIC CLAPTON
461 Ocean Voulevard (Deluxe-Edition)
Polydor/ Universal

Eric Clapton - 461 Ocean Boulevard

Seit Mitte der 60er Jahre „Clapton Is God“ die Häuserwände Londons zierte ist Mr. Slowhand aus der Genesis des Rock‘n‘Roll nicht mehr wegzudenken. Die Yardbirds und John Mayall’s Bluesbreakers waren erste Etappen seiner Laufbahn, die Supergruppen Cream und Blind Faith prägte sein unverwechselbarer Gitarrenstil und zeitlose Alben wie 461 Ocean Boulevard, Just One Night oder Layla And Other Assorted Love Songs gehören zum Feinsten was dieses Genre zu bieten hat.
Beim von George Harrison am 1.8.1971 organisierten Concert For Bangla Desh wirkt Clapton neben Bob Dylan, Ravi Shankar, Leon Russell und Ringo Starr schon recht angeschlagen und sein übermäßiger Konsum harter Drogen ist kaum noch zu übersehen. Einem von Freund und Who Gitarrist Pete Townshend am 13.1.1973 im Londoner Rainbow Theatre organisierten Comeback folgt ein erneuter Rückfall, der ihn erst ein Jahr später zu neuen Taten folgen läßt.
Die Erholungsphase auf einer walisischen Farm nutzt Clapton zu neuer Inspiration und kann im April 1974 seinem Manager Robert Stigwood sein Recomeback signalisieren. Er folgt nun einer Einladung des Produzenten Tom Dowd nach Miami und es entsteht das Album 461 Ocean Boulevard, benannt nach der Adresse der dortigen Criteria Recording Studios. Mit dabei Yvonne Elliman (voc), Jamie Oldaker (drums), Carl Radle (bass) und Dick Sims (key), die für die nächsten Jahre seine Begleitband repräsentieren. Neben dem Überhit, Bob Marley’s „I Shot The Sheriff“, prägen u.a. neu arrangierte Bluesklassiker wie „I Can Hold It Out“ von Elmore James oder der „Steady Rollin‘ Man“ seines apostrophierten Vorbildes Robert Johnson ein Album, das bis heute an hohem Stellenwert nichts eingebüßt hat.
Das Deluxe der aktuellen Universal-Veröffentlichung machen allerdings die fünf Bonus Session Out-Takes des Disc One und im Besonderen der bisher größtenteils unveröffentlichte Mitschnitt des Konzertes Live At Hammersmith Odeon, London vom 4. und 5. Dezember 1974 auf Disc Two aus. Zehn Songs umrahmen das Medley aus „The Sky Is Crying/ Have You Ever Loved A Woman/ Ramblin‘ On My Mind“. Primi Inter Pares vielleicht „Little Wing“ vom unvergessenen Jimi Hendrix, der Klassiker aus Cream Zeiten „Badge“ und natürlich nicht zu vergessen das evergreenige „Layla“. Mit dem noch einmal die gesamte Band beflügelnden „Let It Rain“ finden weit über zwei Stunden musikalischer Leckerbissen ihre Krönung, die dieses Doppelalbum  zu einem Klangerlebnis der besonderen Art machen.
Ein immerhin mehr als 30jähriges Deja Vu, dem nur „Clapton Still Is God“ hinzu zu fügen wäre.


© 2005 Andreas Probst/ MuzikQuest



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