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CARINA ROUND
The Disconnection
Universal
In einer Zeit kurzlebiger Pop-Sternchen samt
dazugehöriger Nach-Gebrauch-Vergessen-Hits leuchtet doch ab und an
Licht am Ende des Rocktunnels. Solcherart Feuer entfacht Carina Round
mit ihrem zweiten Album The Disconnection. In Wolverhampton
aufgewachsen, künstlerisch von Bukowski, Dylan und Simone beeinflußt,
war es kaum verwunderlich, daß sie schon im Alter von 22 Jahren auf
ihrem ersten Longplayer The First Blood Mystery (2001) sowohl
musikalisch als auch literarisch bestechen konnte. Auf ihrem aktuellen
Album geht Round noch einen Schritt weiter und schlägt mit innovativem
Sound eine Brücke von der Rock&Soul Tradition in Richtung Björk
Avantgarde. Exzellente Musiker plus Stimmspektrum zwischen P.J. Harvey
und Patti Smith verdichten sich zu einer Atmosphäre Tom Waits´scher
Beat Generation Attitüde. „Ich bin mehr vom Gefühl als von
Äußerlichkeiten beeinflußt und möchte dies mit meiner Musik vermitteln“
ist die Motivation der Künstlerin. Den ultimativen musikalischen
Schliff erwarb sich Carina bei Gigs mit Coldplay, Elbow, Ryan Adams,
Turin Breaks, David Gray – und sogar the Godfather himself James Brown
kreuzte ihren Weg zur Profilfindung. So ist dann auch The Disconnection
ein sehr persönliches Werk, eine Art der Selbstanalyse frei von
Sentimentalität, und spiegelt in seinen Songs den Umgang mit der
Dialektik des Daseins wider. Endlich wieder eine Künstlerin, die mit
schrägem Stil und Exzentrik den Tugendpfad der Suche nach den
Superstars verläßt.
© 2003 Andreas Probst/
MuzikQuest
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