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Mit
einem für einen Musiker eher ungewöhnlichen
Background
startet James Blunt seine Künstlerlaufbahn. Als Sohn eines
karrierebewussten britischen Berufssoldaten wächst er in einer
völlig unmusikalischen Familie auf. Nach dem Besuch einer
naturwissenschaftlichen Schule geht James kurz auf die Bristol
University, um dann dem Wunsch seines Vaters entsprechend in die Army
einzutreten. Er wird Captain und ist einer der ersten Britischen
Offiziere in Pristina. Zu
den wenigen musikalischen Gefährten seiner Jugend
gehören
drei CD’s: American Pie und zwei Beach Boys-Platten, die aus
dem
CD-Player im Wagen seines Vaters ertönen. An der Schule lernt
er
Klavier, was ihm zumindest die musikalischen Grundlagen
zugänglich
macht. Bald werden die Gruppen Queen und Dire Straits seine Favoriten
und mit 14 leiht sich James die Gitarre eines Freundes aus, um alle
Nirvana-Songs nachzuspielen.
Als
er 2002 die Army verläßt hat James einen Haufen
Demo-Songs
fertiggestellt. Sein sicherer Job wird an den Nagel gehängt,
und
mit ein wenig Mut und Initiative beginnen sich nun auch einige
Musikverlage und Managements für ihn zu interessieren. Eines
Tages lernt er dann Linda Perry kennen, ihres Zeichens Songwriterin
für u.a. Christina Aguilera und Pink. Sie hört einige
seiner Songs und bietet ihm einen Vertrag auf ihrem eigenen Label
Custard Records an.
Im
September 2003 geht James Blunt schließlich nach Kalifornien,
um Back To Bedlam, ein Album ganz im Stil klassischer
Songwriter der alten Schule, aufzunehmen. Sammelten frühere
Songwriter ihre Erfahrungen im Vietnam-Krieg, sind es die Ereignisse
im Kosovo, die Blunt beeindrucken. Aber der daraus entstandene Song
„No Bravery“ ist nur ein Aspekt des Albums. Als
hätte er
sein Leben lang nichts anderes getan, arrangiert er Lieder, die
direkt aus seinem Herzen stammen. Elton John, der mit ihm das
Management teilt, behauptet der Song „You’re
Beautiful“ sei ein
moderner Nachfolger für sein eigenes „Your
Song“, was nicht
verwundert, denn Back To Bedlam malt in vielen Punkten eine
Linie zu den besten Nummern aus den frühen Tagen des Meisters.
Zieht man in Betracht, daß „So Long
Jimmy“ von Jim Morrison
und Jimi Hendrix inspiriert ist, wird erkennbar wie weit sich die
musikalische Palette eines James Blunt spannt. Wenn
Tom Rothrock, Produzent von Back To Bedlam seinen Schützling
mit Beck und dem jüngst verstorbenen Elliot Smith vergleicht,
kann man getrost von James Blunt als englischer Antwort auf Adam
Green sprechen.
© 2005 MuzikQuest/ andreas probst