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22-20s
22-20s
EMI


22-20sMan kann es sicherlich als späte Reputation für die bitterbösen Pretty Things aus den Mitsechzigern ansehen, wenn Gruppen wie Jet oder eben 22-20s mit ihrem Adrenalin-Rock in deren musikalischen Spuren wandeln. Auf solider R&B Basis erbaut knallen 22-20s zehn Songs auf die kleine Scheibe, daß es eine wahre Freude ist. Ein Debütalbum wie es besser nicht gelingen kann. Zeigte die Live EP vom Mai 2003 die Bühnenqualitäten des Quartetts aus London auf, beweisen sie nun unter der Regie von Produzent Brendan Lynch (Paul Weller, Primal Scream) ihre absolute Studiotauglichkeit. Vor drei Jahren gegründet, gehen die Musiker im November des Vorjahres ins Studio um ein Album zu produzieren das den Vorgaben des Gitarristen und Sängers Martin Trimble gerecht wird. Beeinflußt u.a. von der ersten Platte der Rolling Stones und Buddy Guys Live At The Checkerboard Lounge gelingt es Trimble und seinen Mitstreitern Glen Bartup (bass), James Irving (drums) sowie Charly Coombes (keyboards) ein Höchstmaß an Authentizität zu verwirklichen. „ Wir wollten einen möglichst intensiven und recht düsteren Sound. Die meisten Songs handeln von Unsicherheit, aber es ist ein feiner Unterschied zu Selbstmitleid,“ erklärt Trimble. Herz, Seele und Ehrlichkeit sind Haupteindrücke die das Album hinterlassen. Zusammen mit den treibenden, manchmal brutalen Rhythmen gehören 22-20s fraglos zu den entwicklungsfähigsten und interessantesten Gruppen der letzten Jahre und der ganz große Erfolg wird gewiß nur eine Frage der Zeit sein.
© 2004 Andreas Probst/ MuzikQuest




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