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Aber da war schon niemand mehr, dem zu danken gewesen wäre. Ganz offensichtlich mit sich und der Welt zufrieden, hatte der junge Mann sich bereits abgewendet und schlenderte weiter, leise vor sich hin pfeifend.
Langsam, doch unwiderstehlich verstärkte sich der Druck in Neils Magengegend, das alarmierende Kribbeln zwischen den Schulterblättern. Die Panik nistete sich ein, abwartend noch, aber bereit, jederzeit die Kontrolle zu übernehmen. Und hinter der Panik konnte er bereits deren Meister fühlen, den großen schwarzen Schatten, das Chaos, das ihn viele Jahre lang eisern im Griff gehabt hatte. Die Situation musste unter Kontrolle gebracht werden, schnell, sonst würde er sich in ihr verlieren.
Ohne zu überlegen wandte er sich dem nächsten Passanten zu, einem fülligen Herren mittleren Alters, auf dessen kahler Stirn kleine Schweißtröpfchen glitzerten und dessen leicht gerötete Wangen entweder von überhöhtem Blutdruck oder von kürzlicher körperlicher Anstrengung zeugten.
„Sir, bitte...“
„Tut mir leid, keine Zeit. Ich bin sehr in Eile, und Kleingeld habe ich auch keins.“
„Bitte, ich brauche Hilfe.“
„Aber nicht von mir.“
Der Mann wischte Neil zur Seite wie ein lästiges Insekt. Da tat dieser etwas Unerhörtes. Er berührte ihn. Er krallte die Finger in den Saum einer dünnen, blauen Goretex-Jacke, zerrte an dieser, hielt den Mann fest, hinderte ihn daran, einfach fort zu gehen. Schockiert drehte sich dieser zu Neil hin, in seinen verschwommen-grauen Augen flackerte ein Fünkchen Furcht auf, vermischte sich mit Ärger und profunder Verunsicherung.
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