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Er jedenfalls hatte vorher noch nie von einem Friedrich Engels gehört.
Eine zweite Elster meldete sich lautstark, vielleicht der Partner oder die Partnerin des Vogels, den Neil um seinen Taubenimbiss gebracht hatte. Das Geschimpfe des gefiederten Neuankömmlings lenkte Neil einen Augenblick lang ab von dem regungslosen Stück Fleisch und Lumpen vor ihm und von dem Durcheinander in seinem Kopf. Schon seltsam, dachte er, dass ausgerechnet die diebischen Elstern, hochintelligente, aber auch skrupellose Nesträuber, die Wegelagerer der Vogelwelt, in lebenslänglicher und zumeist auch treuer Monogamie lebten.
„Neil!“ Friedrich Engels meldete sich wieder und riss ihn aus seinen Gedanken. „Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich weiß nicht einmal mehr genau, wer ich eigentlich bin. Ich weiß auch nicht, wer du bist und wer die Anderen sind. Liam ist nicht mehr bei mir, er ist ganz langsam einfach zerfasert und dann restlos verschwunden. Sein Körper aber ist immer noch da, mausetot. Ich würde vorschlagen, dass du deswegen jetzt ganz schnell was unternimmst!“
Recht
hatte er, der Engels. Neil kniete neben Liams Leiche nieder und
machte sich mit zitternden Händen daran, seine Kleidung zu
filzen. Er förderte nicht viel zu Tage. Ein kleines
Plastiktütchen mit zerklumpter Zitronensäure, einen
schwarzen Plastik-Kamm, eine Barschaft von rund zwei Pfund, in
kleinen Münzen, einen Fetzen Papier mit mehreren kaum lesbaren
Namen und Telefon-Nummern drauf, flüchtig hin gekritzelt in
Liams ungeduldiger Handschrift, und schließlich ein billiges
Einweg-Feuerzeug aus Plastik. Liam war mit sehr leichtem
Gepäck
gereist. Der Rest seiner Habseligkeiten war wohl in einem
Bahnhofs-Schließfach verstaut, vermutete Neil und wunderte
sich
nur leicht, warum sich dann kein
Schließfachschlüssel in
Liams Taschen fand. Das Kleingeld wanderte in Neils eigene
Hosentasche, den Rest legte er neben den Toten auf den staubigen
Boden.
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