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Neil stand gebückt und starrte blicklos auf Liams halb geöffnete Lippen, zwischen denen eine fette schwarze Fliege hockte und sich mit den Vorderbeinen den Knopf säuberte. Fliegen riechen den Tod als erste, erinnerte er sich an einen Artikel, den er eins in einem weggeworfenen Magazin gelesen hatte. Er lauschte weiter in sich hinein, wartete auf Friedrich Engels, auf die Nachricht von Liam, die dieser angekündigt hatte, bevor die Standortfrage aufgekommen war. Doch Engels schwieg.
„Na los, was hatte Liam mir zu sagen?“, verlangte Neil schließlich ungeduldig zu wissen.
„Nicht viel“, antwortete Engels in grummeligem Tonfall. „Seine Botschaft bestand aus ganzen zwei Sätzen: Lass dich selbst dann nicht beirren, wenn die ganze Welt gegen dich ist! Dann wird am Ende alles gut!“
„Aha“, dachte Neil, „danke für den Tip. Aber ich habe nicht den geringsten Grund, mich gegen die ganze Welt zu stellen. Ich bin heilfroh, wenn ich mit der nix zu tun haben muss.“
Engels schwieg dazu.
Neil
nahm sich vor, bei nächster Gelegenheit mehr über ihn
herauszufinden. Ihn überraschte immer wieder, wie gut sich der
Deutsche, der angeblich aus einem Ort namens Alberfield stammte, in
Manchester auskannte und wie perfekt sein nordenglischer Akzent war.
Am meisten aber hatten ihn am Anfang die irischen Einsprengsel in
Engels' Vokabular erstaunt. Neils Vater war Ire gewesen, aus Belfast,
so dass auch Neils Englisch immer noch einen irischen Beiklang hatte.
Er hatte Engels mal darauf angesprochen, und der hatte ihm von einem
irischen Mädchen namens Mary Burns under deren Schwester
Lizzie
erzählt, mit denen er viele Jahre zusammengelebt hatte.
Außerdem
habe er sich, obwohl Fabrikbesitzer, oder zumindest ein reicher Mann,
ziemlich viel in irischen Pubs herumgetrieben. Neil fand das alles
ziemlich weit hergeholt, genauso wie Engels Behauptung, er sei zu
seiner Zeit weltberühmt gewesen.
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