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Das Buch

„Und die wäre?“

„Ihr existiert alle in meinem Kopf!!!“, kreischte Cassandra dazwischen und steigerte damit nur die Verwirrung.

„Moment, Moment....“ erbat sich Neil Ruhe. „Lasst uns jetzt ein für allemal klären, wer von uns der Kopf ist und wer der Untermieter. Cassandra, öffne die Augen. Wo bist du? Was siehst du?“

Für einen endlos langen Moment schwieg Cassandra, dann meldete sie sich zurück, und ihr Tonfall klang unsicher. „Ich weiß nicht, wo ich bin. Ich fühle eure Anwesenheit, höre eure Stimmen in mir, sehe aber nur Schatten, meine Welt ist diffus, grau in grau. Ich erinnere mich an andere Orte, an Sonnenschein, Kinderlachen, an sanfte Meereswellen und an glühende Sommerhitze. Ich erinnere mich an Menschen, an eine Welt ganz anders als diese hier.“ Während sie sprach versiegte Cassandras Stimme allmählich zu einem undeutlichen Murmeln, das schließlich ganz erstarb. Neil spürte wie sie sich weit zurückzog, in Regionen seines Kopfes, deren Vorhandensein er nur vage erahnte, von denen er auch nicht unbedingt mehr wissen wollte. Zu ausgeprägt war das Gefühl, dass neugieriges Nachforschen ihn ohne Umweg direkt zurück in das Haus mit den gelben Wänden führen würde.



„Ich bin nur eine Stimme in der Schwärze“, übernahm Captain George das Wort. „Ich bin Gedanke umgeben von Gedanken, mit denen ich rede und die ich benennen kann als Friedrich Engels oder Cassandra. Aber ich weiß nicht, wer oder was du bist, Neil. Du bist wie eine Kugel aus Dunkelheit, in der ich schwebe. Manchmal erscheinen Fenster in dieser Kugel, dann sehe ich für Momente die Welt wie du sie wohl siehst. Ich bin Erinnerung an ein langes Leben, und ich bin wohl in dir, wenn ich auch nicht weiß seit wann und zu welchem Zweck. Ich weiß aber auch, dass ich wirklich bin, nicht nur ein Phantom deiner Einbildung.“

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