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Die Bewegung störte eine Elster auf, die sich gerade über die Überreste einer Taube hermachen wollte, die Teenager in der Nacht zuvor mit einer Luftpistole erlegt hatten. Der Vogel beobachtete Neil misstrauisch und flatterte dann hoch, fand einen guten Ausguck auf einem Ast der riesigen Silberbirke und protestierte von da aus empört keckernd gegen die Störung seines Tauben-Imbisses. „Geschieht dir recht, Kannibale,“ dachte Neil beiläufig, während er langsam zu Liam hinüber schlurfte. Der lag da zusammen gekrümmt wie ein Embryo auf der Seite, die Schenkel an die Brust gezogen. Der Kopf ruhte auf dem rechten Oberarm, der linke Arm lag ausgestreckt, die dünne Einweg-Spritze steckte noch in der Vene. An der Einstichstelle war ein wenig Blut schwärzlich angetrocknet. Zögernd näherte sich Neil dem reglos daliegenden Taschendieb weiter.
Für einen Junkie, Taschendieb und Gelegenheits-Straßenräuber war Liam eigentlich ganz nett.