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Pete Townshend:
 „Selbstmord war plötzlich eine ernsthafte Option“
Pete TownshendGitarrist Pete Townshend hat eingestanden, dass er nach seinem öffentlichen Eingeständnis im Besitz von Kinderpornos zu sein ernsthaft an Selbstmord gedacht hatte. Der Musiker, einer der Gründer der  legendären britischen Rockgruppe The Who, war Ende 2002 ins Visier  einer Sonderermittlungsgruppe der britischen Polizei geraten, die unter dem Codenamen Operation Ore gemeinsam mit Polizeieinheiten in den USA und auf dem europäischen Festland gegen weltweit agierende Päderasten-Ringe ermittelt hatte. Als die britischen Medien erste Andeutungen veröffentlichten, dass auch englische Musiker in den Handel mit Kinder-Pornographie verstrickt sein könnten, war Pete Townshend von sich aus an die Öffentlichkeit und dann zur Polizei gegangen. Er war postwendend verhaftet und unter Anklage gestellt worden. In einem Interview mit der Sonntagszeitung The Observer (28.12.2003) sagte Townshend : „Hätte ich eine Pistole zur Hand gehabt, hätte ich mich auf der Stelle erschossen. Und das hätte dann natürlich die öffentliche Meinung in ihren düstersten Urteilen über mich bestätigt.“ Der 58jährige hatte von Anfang an seine Unschuld beteuert, zugleich aber auch enorm Dummheit und Naivität eingestanden. Er habe in der Tat über eine Website Kinderpornos erstanden, so Townshend nach seiner Verhaftung, aber nur, weil er für ein Buchprojekt über Kindesmissbrauch recherchiert habe. Da er ansonsten noch nie als Pädophiler auffällig geworden war und die Ermittlungen gegen ihn auch keine weiteren Anhaltspunkte für eine pädophile Neigung erbrachten, überzeugte seine Version am Ende Polizei, Öffentlichkeit und Richter. Letztere bestraften allerdings die Dummheit des Musikers mit einer Verwarnung und einem befristeten Eintrag in die Sextäter-Liste. Townshend im Interview: “Ich habe durch eine einzige blödsinnige Aktion im Alleingang ein beinahe unglaubliches Chaos produziert, in dem ich selbst fast untergegangen wäre und das meine Ex-Frau, meine Freundin, meine Familie, meine Freunde und vor allem auch meinen 13jährigen Sohn schwer belastet hat. Das Schlimmste war, dass alles völlig außer Kontrolle geriet. Ich war wehr- und machtlos in dem Sturm, der da plötzlich entfesselt war und meine Welt in den Abgrund riss. Ich möchte noch einmal betonen, dass ich mich nie und zu keinem Zeitpunkt sexuell zu Kindern hingezogen gefühlt habe.“
Da inzwischen selbst die traditionell blutrünstigen britischen Boulevardzeitungen  in Townshend keinen Päderasten mehr wittern, kommt seine Welt langsam wieder ins Lot. Weswegen denn auch die Who im kommenden Jahr wieder einige Konzerte spielen werden.





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