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Tony Blair steht auf The Darkness
The Darkness,
Speerspitze der
jüngsten britischen Rockbewegung, dürfen sich über einen
neuen Fan ärgern: Tony Blair, britischer
Premierminister, Westentaschen-Imperialist, verlogener Kriegstreiber
und Schoßhündchen von US-Präsident George Bush, hat
öffentlich erklärt, die Rocker mit dem schrägen Gesangf
seien seine derzeitigen Faves. Die Vorliebe Blairs für lauten Rock
ist durchaus glaubhaft: Basra-Tony war in seiner Jugend selbst mal
Gitarrist und Sänger einer Rockband, die auf den Namen Ugly
Rumours hörte. Zeitzeugen beschrieben ihn damals als eine
überdrehte Mischung aus Keith Richards und
Mick Jagger. Neben The Darkness gehören
derzeit noch die Foo Fighters und U2 zu
seinen erklärten Lieblingen. Betroffene Musiker allerdings
mögen es gar nicht, vom britischen Premier ans Herz gedrückt
zu werden – es ist schlicht schädlich für Image und Karriere. So wehrte
sich Oasis-Lautsprecher Liam Gallagher ebenso wie sein Brüderchen
Noel sehr öffentlich mit
Händen und Füßen gegen
eine frühere Blairsche Umarmung. Andere, die sich
nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatten, mussten empfindliche
Karriere-Knicks hinnehmen: Ezio hatten sich anfangs über die
unverhoffte Publicity gefreut, als der Premier sie bei anderer Gelegenheit zu
Lieblinge erklärt hatte, mussten dann jedoch schnell feststellen,
dass die Umarmung sie bei ihren eigenen Fans in erheblichen Misskredit
brachte. Und auch Blair distanzierten sich beim ersten Anzeichen
Blairschen Wohlwollens mit bissiger Schärfe von ihm und seiner
damaligen „Cool Britannia“-Kampagne. Eine Reaktion von The Darkness
steht noch aus, allzu glücklich dürften allerdings auch
die Hardrocker kaum über den Fan in Downing Street 10 sein.
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