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England rüstet auf für den Grand Prix
Die Verlierer vom letzten Jahr: JeminiNull Punkte aus Europa, das schmerzt. Das jämmerliche Abschneiden des britischen Beitrages beim letzten Grand Prix d'Eurovision hat offenbar das Selbstwertgefühl der Popnation England stärker verletzt als zu vermuten gewesen wäre. Zwar haben sich die Briten über Jahrzehnte hinweg über das europäische Schlagerfestival und die klischeebefrachteten  Europop-Songs aus Deutschland Griechenland oder Holland köstlich amüsiert und den Wettbewerb eher als Realsatire empfunden, aber dass Europa dann ausgerechnet den britischen Beitrag auf den letzten Platz verweist, hat ihnen dann doch nicht so recht geschmeckt. Deswegen wird der Wettbewerb ab sofort ernst genommen und die ganze Fachkompetenz der britischen Popwelt ins Spiel gebracht. War die Auswahl der britischen Kandidaten in der Vergangenheit schlicht dem Zufall oder wenig beachteten Vorausscheidungen morgens um Drei überlassen worden, führt die BBC in diesem Jahr zum ersten Mal das Prinzip Pop Idol ein. Wer „RTL sucht den Superstar“ wenigstens einmal gesehen hat, der weiß wie's funktioniert. Die sorgsam ausgewählten sechs Final-Kandidaten, darunter eine Boyband und ein R&B-Duo und  müssen sich am Samstag, dem 28. Februar, in einer von der BBC übertragenen Endrunde nicht
nur 
den Zuschauern stellen, sondern auch einem hochkarätig besetzten Panel aus amtierenden Superstars, Top-Produzenten und anderen Fachleuten. Ihre Songs sind den Finalisten von Komponisten auf den Leib geschneidert worden, die im Alltagsleben für die Charthits von Popkünstlern wie Christina Aguilera, Westlive oder Enrique Iglesias zuständig sind. Beim großen Finale in der Türkei will England seinen Rang als Popweltmacht dann auch im Grand Prix-Rahmen wieder bestätigt sehen. Auch andere europäische Nationen suchen jetzt übrigens den Weg über Pop Idols-, Fame Academy- oder Superstars- Formate. Es sieht so aus, als werde der altehrwürdige und lange Zeit sehr angestaubte Wettbewerb plötzlich wieder ernst genommen. (Das Bild zeigt die Verlierer vom Vorjahr, Jemini)




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