Rock & Pop Tickets bei www.eventim.de


Muhammad Shahrur

Der islamische Martin Luther

Der syrische Denker Muhammad Shahrur ist angetreten, den Islam vom Ballast verkrusteter kultureller und pseudo-religiöser Traditionen zu befreien und ihn fit für die Gegenwart zu machen. Seine Bedeutung für die zeitgenössische islamische Welt wird inzwischen mit der von Martin Luther für das Christentum verglichen. In manchen arabischen Staaten sind seine Bücher schlicht verboten und werden nur unter der Ladentheke gehandelt. Im bevölkerungsreichsten muslimischen Land Indonesien hingegen werden sie in den Universitäten diskutiert. Auch unter europäischen Muslimen gewinnt er zunehmend neue Anhänger. Und Feinde. Denn seine Positionen machen ihn vielerorts äußerst unbeliebt, vor allem in der traditionellen Geistlichkeit und, mehr noch, unter radikalen Islamisten.

Der Martin Luther des Islam und seine Entourage sind im Deansgate-Hilton untergekommen, eine fünfzigstöckige, postmoderne Glas- und Stahl-Scheußlichkeit am Rande der Innenstadt von Manchester. Der Besuch in Manchester ist nicht zufällig, denn hier lebt und lehrt der renommierte deutsche Islamwissenschaftler Andreas Christmann, der Shahrurs jüngstes Buch „The Qur'an, Morality and Critical Reason: The Essential Muhammad Shahrur“ bearbeitet und ins Englische übersetzt hat. Über das Buch und die darin vertretenen Thesen hat er am Morgen im Rahmen der BRISMES-Konferenz mit Nahostwissenschaftlern aus der ganzen Welt diskutiert. Nun sitzt der streitbare syrische Doktor der Ingenieurswissenschaften in einem der Konferenzsäle des Hotels und redet weiter über Gott, den Koran und den Propheten. Was er zu sagen hat, stiftet seit Jahren Unruhe in der islamischen Welt.
 weiter


Am Ende bleibt nur der Segen, der kein Wort mehr hält...

Mit "Toter Soldat" war der Nürnberger Gruppe Ihre Kinder Anfang der Siebziger eins der besten deutschsprachigen Antikriegslieder des 20. Jahrhunderts gelungen. Wie drückend aktuell der Text 40 Jahre später immer noch ist, beweisen die Särge, die aus Afghanistan und anderen Teilen der Welt zurückkommen. Die Liveaufnahme stammt aus dem Jahre 1982, die wackligen Videobilder sind größtenteils - oder ausschließlich? - vierzige Jahre später im fernen Afghanistan entstanden.



Ihr Kommentar:

Name *
Email *
Telefon
Sag was *

Reload image





Der Charme der Langsamkeit

Mit der Fähre von Ancona nach Patras

Segeln in den SonnenuntergangSanft gleitet das Schiff durch pures Gold, so scheint es, mitten hinein in einen grandiosen Postkarten-Sonnenuntergang. Das adriatische Meer ist spiegelglatt, nur das Kielwasser schäumt ein wenig, bringt träge Unruhe auf. In der Ferne lassen sich vage links die Küstenlinie von Kroatien und rechts die von Italien erahnen. Wir sitzen auf einem der Ruhedecks, genießen eine sanfte Brise, die langsam die Hitze des italienischen Sommertages vergessen lässt. Nur wenige der Mitpassagiere hat es hinaus ins Freie gezogen, vielleicht zwei Dutzend verlieren sich hier. Trotzdem ist das Sprachengewirr babylonisch. Es wird deutsch gesprochen, italienisch, griechisch, englisch, polnisch und sogar persisch.

PostkartensonnenuntergangDr. Fallah sei der Name, so stellt sich einer der Mitreisenden vor, ein Mittvierziger mit freundlichem Lächeln und großen, neugierigen Augen, und Professor für Physik sei er an der Universität von Isfahan im Iran. Nach und nach gesellen sich weitere seiner Kollegen zu ihm. Geographen, Theologen, Erziehungswissenschaftler, Astronomen – die akademische Elite der Universität von Isfahan auf Europatournee. Um die zwanzig iranische Akademiker sind es, die mit dem Bus eine abenteuerliche Reise unternehmen, die wohl selbst dem legendären islamischen Weltreisenden Ibn Batuta Respekt abgenötigt hätte. Vom Iran aus sind sie mit dem Bus in die Türkei gefahren, dann weiter mit dem Schiff nach Ancona, von dort nach Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und wieder Italien. In Spanien haben sie Cordoba besucht, die Hauptstadt des einst so mächtigen maurischen Kalifats.... weiter


Ein Wort in eigener Sache:
Schreibt uns mal was!!!

MuzikQuest ist kein Nachrichtenportal wie SpiegelOnline oder ZDF.de. Auch kein Musikmagazin wie laut.de oder andere. Und natürlich ist MuzikQuest auch nicht der Kicker. Und schon gar nicht ist MuzikQuest aktuell. Obwohl, manchmal ist MuzikQuest so aktuell - oder gar aktueller - wie jede der vorgenannten Sites. MuzikQuest ist eben einfach MuzikQuest. Unprofessionell gestaltet, aber mit professionell  recherchierten und flüssig geschriebenen Geschichten.

Es könnten allerdings ruhig mehr davon sein. Deswegen heißen wir ab sofort jede gut geschriebene Reportage, jedes Interview und jeden Kommentar willkommen. Egal zu welchem Thema.  Natürlich geben wir keine Abdruckgarantie, aber im Falle einer Ablehnung auf jeden Fall eine gute Begründung.

Unverlangte Einsendungen und/oder weitere Informationen: info@muzikquest.de



Ahmadinejad und ein Vertreter der juedischen GemeindeJuden im Iran: Ein Leben im Widerspruch

Schroffe Töne zwischen Israel und Iran. Holocaust-Leugnung auf der einen Seite, die unverhüllte Drohung mit Luftschlägen auf der anderen. Mittendrin, meistens vergessen und nur selten erwähnt, etwa 25.000 Juden im Iran, seit Jahrtausenden im Lande ansässig, Iraner per Staatsangehörigkeit, Juden durch ihre Religion und daher eigentlich beiden Seiten suspekt. Da stellt sich die Frage: Wie leben sie eigentlich, die Juden im Iran? weiterlesen ...




Heavy Metal in Iran:

Ein Wettlauf mit dem Zensor

AhooraWir haben nichts als Probleme”, klagt

Milad Tangshir. „Wir dürfen keine Tornträger veröffentlichen, dürfen nicht auftreten, und wenn wir dann doch mal live spielen, werden unsere Konzerte gewaltsam abgebrochen. Sie zensieren unsere gesamte Existenz.”Milad Tangshir ist Rhythmus-Gitarrist von Ahoora, eine der profiliertesten Metalbands in der Islamischen Republik Iran.
Moment mal, Heavy Metal im Iran? Iron Maiden-Shirts, Kutten, Headbangen und Todesblei im revolutionären schiitischen Gottesstaat, im Herzen der Achse des Bösen? Ja geht denn das? Die Antwort vorweg: es geht! Milad Tangshir ist der lebende Beweis. Und es gibt andere. Die brandheiße Band Tarantist oder den brillanten Gitarristen Farzad Golpayegani zum Beispiel. Nicht zu vergessen O-Hum, zwar keine Metalband im engeren Sinn, aber mittlerweile auch in Deutschland eine kleine Größe. Die Umstände allerdings, unter denen sie arbeiten müssen, mag man nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen.... weiter